
„Ach, wir haben alle etwas“. Das klingt oft so negativ. Aber drehe es einmal um und betrachte es als ein Kompliment. Wir haben alle etwas von uns selbst, was wir hinzufügen können. Sicherlich, wenn es Erziehung, ein konstruktives Familienleben betrifft. Bert Reinds vermag mit praktischen Beispielen und einleuchtenden Einzeilern der modernen Erziehung neuen Schwung zu geben. Gleichzeitig nimmt er den Druck von den hohen Idealen, die jungen Eltern sich oft setzen: Wir haben nämlich alle etwas! Nutze dies und lasse dich dabei von diesem Buch und der dazugehörenden Website inspirieren.
Das Buch und die Website sind derart konzipiert, dass sowohl der einzelne Leser damit zurecht kommt als auch eine Gruppe von Eltern, die mit einander über die Erziehung ihrer Sprösslinge nachdenken möchten.
Kolumnen über das tägliche Leben.
Die Kolumnen von Bert Reinds handeln von den praktischen und wiedererkennbaren Seiten des täglichen Lebens. Sie widerspiegeln darum auch sehr oft seine eigene Umgebung, seine Familie. Reinds zeigt, wie man, gerade bei den normalen Dingen, Christ ist. Das gibt diesem Buch einen zusätzlichen Wert. Die kurzen Geschichten regen den Leser dazu an, sich ein eigenes Urteil zu bilden. Für Anekdoten und Begebenheiten schöpft Reinds aus seiner reichen Erfahrung als Heilpädagoge.
Ein praktisches und positives Buch über Ehe und Familie. Es werden die verschiedenen Phasen einer Ehebeziehung besprochen, mit den spezifischen Möglichkeiten und Problemen, die dazu gehören. Ideal, um zusammen mit deinem Partner oder in einem Gesprächskreis zu besprechen.
Einleitung
Teil I: die Ehe
1. Fange richtig an
2. Was ist eine Ehe?
3. Kommunikation in der Ehe
4. Zeit ist Geld
Teil II: die Familie
5. Die Familie: eine Gesellschaft im Kleinen
6. Die „versteckte“ Dynamik der Familie
7. Die Familie unter Druck
8. Gerüstet für das Erwachsensein
Dankeswort
Bindungsangst, oberflächliche Kontakte, unzulängliche Kommunikation: vielleicht sind dies allzeitliche Probleme, aber auf jedem Fall hören wir stets mehr darüber klagen.
Dem Heilpädagogen Bert Reinds zufolge fangen die Probleme beim Heranwachsen zur Selbständigkeit an. Er geht davon aus, dass der Kern vieler Probleme in dem Unvermögen der Menschen liegt, sich Blöße zu geben. Es wird viel von uns erwartet, und wir versuchen krampfhaft, diese Erwartungen zu erfüllen. Die Gesellschaft spiegelt vor allem Jugendlichen ein Ideal vor: man ist wer, wenn man Erfolg hat, schwungvoll ist und vor allem alles unter Kontrolle hat.
Und in Wirklichkeit? Gibt es Raum für Unsicherheit, Schwäche, Angst und Kummer? Wer entdeckt, dass er nicht so perfekt ist wie er sein sollte, wird dazu neigen, seine schwachen Seiten zu „verstecken“. Einige Folgen: Der Umgang mit Anderen wird oberflächlicher, man wird Sklave des Zeitdrucks oder von Menschen. Aber in Wirklichkeit hält man sich selbst und einander zum Narren; man zeigt niemanden mehr, wie man wirklich ist.
Verletzlich sein ist ein Weg. Es ist kein einfacher Weg, aber ein Weg, auf dem eine weitere Entwicklung möglich ist. Damit man mehr die Person ist, wie Gott sie vor Augen hat, statt der Person, die Deine Umgebung gerne sieht.
„Heute fühle ich mich so nutzlos, als ob ich der Tropfen bin, der die Welt zum Überlaufen bringt. Ich weiß, dass ich durch diesen Gedanken im Begriff bin, mich selbst auszuschließen, um mich herum Mauern aufzubauen, aber ich kann nicht anders. Wenn ich mein wirkliches Ich zeige, gehe ich daran kaputt, sie werden mich rankriegen, genauso wie an der Grundschule, und dieses Risiko möchte ich nicht noch ein Mal eingehen. Es scheint mir, als ob jeder mich beobachtet.“
Dies ist ein Auszug aus dem Tagebuch von Ruth. Es zieht sich wie ein roter Faden durch Ik lach wel, maar ik ben niet blij.
In diesem Buch lässt der Heilpädagoge Bert Reinds auch andere Jugendliche zu Worte kommen, deren Außenseite glatt und schön aussieht, aber die in aller Stille mit Einsamkeit kämpfen und unbeantwortete Fragen über die Sexualität und den Sinn des Lebens haben.
Durch den Druck von übervollen Terminkalendern und Leistungsanforderungen werden Ältere und Jüngere schneller von einander entfremdet, als beiden lieb ist. Wie kann man das vermeiden? Und wie erreicht man junge Leute, die sich in ihre Einsamkeit zurückziehen?
Reinds hat hierüber viele Gespräche mit Jugendlichen und Erziehern geführt. In „ Ik lach wel, maar ik ben niet blij“ gibt er Erziehern, Jugendhelfern, Lehrkräften und Amtsträgern Einblick in die Umwelt der jungen Leute und zeigt Möglichkeiten auf, wie man mit ihnen ins Gespräch kommen und daran bleiben kann.
Wiedererkennbare Beispiele aus der Praxis des täglichen Lebens untermauern dieses herausfordernde und bestechende Buch für jeden, der ein warmes Herz für junge Menschen hat.
„Das Kaninchen von Mark ist tot. Den ganzen Tag sitzt Mark nur da und schaut aus dem Fenster. Dies irritiert seinen Vater Bart plötzlich. „Was sitzt du denn da; es wird wohl wieder ein neues Kaninchen geben. Am Samstag werden wir ein neues Kaninchen kaufen.“ Lösungen finden, etwas tun, darin sind wir stark. Sich neben das Kind setzen und fragen, was es denkt und fühlt, nun, wo sein Kaninchen tot ist, ist viel schwieriger…“
Väter haben viel mehr in Händen als sie selbst oft realisieren, findet der Heilpädagoge Bert Reinds. Sie haben nicht nur ein Herz, womit sie ihre Kinder liebhaben und respektieren. Vater haben auch Hände bekommen. Hände die machen oder zerbrechen können; trösten oder zurückweisen, spielen oder schlagen, helfen zu konstruieren oder preisgeben.
Bei Vorträgen und in der eigenen Praxis sind Bert viele ratlose Väter begegnet, die mit ihrem Vatersein ringen. Er selbst hat seinen Vater mit 7 Jahren verloren. In „Vader zijn met hart en handen“ hält er seine Überlegungen, Ideen und Erfahrungen bezüglich der Vaterschaft gegen das Licht der Bibel.
Er illustriert sie mit wiedererkennbaren Beispielen aus seiner Praxis und aus seiner eigenen Familie. Er regt dazu an, über die eigene Situation nachzudenken.
Ein herzerwärmendes und vor allem praktisches Buch für jeden, der einen Vater hat, Vater ist oder Vater wird. Und natürlich ein wunderbares Geschenk!